Ärztenetze

Innovationsfonds: Expertenbeirat kommt zusammen

Zehn Personen sitzen im Expertenbeirat zur Unterstützung des Ausschusses mit Empfehlungen in der Umsetzung des Fonds.

© ajt – istockphoto.com

Der Expertenbeirat für die Vergabe von Fördermitteln aus dem Innovationsfonds hat sich unter Leitung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe am 18. Januar in Berlin konstituiert. Der Expertenbeirat unterstützt den Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) in der Umsetzung des Fonds. Der Innovationsfonds wurde mit dem seit Juli 2015 geltenden Versorgungsstärkungsgesetzes eingerichtet. Er dient dazu, neue Versorgungsformen und die entsprechende Forschung mit jährlich 300 Mio. Euro von 2016 bis 2019 zu fördern.

Univ.-Prof. Dr. Holger Pfaff

Univ.-Prof. Dr. Holger Pfaff

Zum Vorsitzenden des Beirats wurde Prof. Dr. Holger Pfaff (Direktor des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft der Humanwissenschaftlichen und Medizinischen Fakultät der Universität Köln) gewählt. Seine Stellvertreterin ist Prof. Dr. Marie-Luise Dierks (Leiterin der Patientenuniversität und Apl. Prof. an der Medizinischen Hochschule Hannover, Bereich Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung). Die Berufung des aus zehn Personen bestehenden Beirats durch das BMG erfolgte auf Grundlage eines Vorschlagsverfahrens, in das die maßgeblichen Akteure des Gesundheitswesens einschließlich Wissenschaftsverbände eingebunden waren.

Der Expertenbeirat hat insbesondere diese Aufgaben:

•    Erarbeitung von Empfehlungen zum Inhalt der Förderbekanntmachungen auf Grundlage von Entwürfen der Geschäftsstelle des Innovationsausschusses
•    Durchführung von Kurzbegutachtungen der Anträge auf Förderung
•    Erarbeitung von Empfehlungen zur Förderentscheidung

Die Empfehlungen des Expertenbeirats sind vom Innovationsausschuss in seine Entscheidungen einzubeziehen.

Minister Gröhe sagte bei der konstituierenden Sitzung des Expertenbeirats, dass nur durch eine gute Zusammenarbeit der Fachdisziplinen und Berufsgruppen aus einzelnen Spitzenleistungen eine überzeugende Mannschaftsleistung werden könne. Mit neuen sektorübergreifenden Versorgungsformen sollen Brücken zwischen den verschiedenen Versorgungsbereichen errichtet werden, kündigte der Minister nach Angaben seiner Pressestelle an. „Damit stärken wir die Fähigkeit unseres Gesundheitswesens, den umfassenden Behandlungsbedürfnissen gerade älterer, chronisch- und mehrfachkranker Patienten gerecht zu werden.“ Der Beirat werde dieses Ziel mit Sachverstand aus Wissenschaft und Versorgungspraxis unterstützen, so Gröhe. Demnach sollen Projekte gefördert werden, die unmittelbar umsetzbar sind und einen Nutzen für den Patienten bringen. Insbesondere sollen aussichtsreiche und dauerhafte Projekte der GKV-Versorgung unterstützt werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar