Ärztenetze

Netz-Termine zum Geriatrischen Basis-Assessment

Ärztliche Qualitätsgemeinschaft im Lennetal und das Regionale Gesundheitsnetzes Leverkusen veranstalten Fortbildung zum Geriatrischen Basis-Assessment.

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Zur geriatrischen Versorgung in der Hausarztpraxis wird im neuen Jahr eine Fortbildung „Geriatrisches Basis-Assessment“, intern kurz GBAss genannt, für Ärzte und MFA der Ärztenetze Lennetz GmbH (Ärztliche Qualitätsgemeinschaft im Lennetal) und des Regionalen Gesundheitsnetzes Leverkusen eG angeboten. Die Referenten zum Thema GBAss sind die Fachärzte für Allgemeinmedizin Dres. Wolfgang Hübner und Peter Travnik, beide aus dem Gesundheitsnetz Leverkusen.

An den Fortbildungsterminen (03. Februar 2016 in Plettenberg und 16. März 2016 in Leverkusen) können sich die jeweiligen Praxisteams ganz konkret in einen geriatrischen Menschen hineinversetzen und dazu in einen Alterssimulator „GERT“ schlüpfen.

Nicole Balke, Q-Pharm Netzmanagement

Nicole Balke, Q-Pharm Regionalleitung Netzmanagement

„Eine neue Facette des GBAss ist das Entlassmanagement“, sagte Nicole Balke, Q-Pharm-Regionalleitung Netzmanagement. Im Lennetz werde dabei mit dem Krankenhaus Plettenberg kooperiert, das ebenfalls Gesellschafter des Ärztenetzes ist. Ziel sei es, über das GBAss eine Annäherung der Sektoren zu erreichen und das Entlassmanagement weiter zu optimieren. Auch die Fortbildungsveranstaltung in Leverkusen wird dieses Ziel verfolgen und zudem den innovativen Einsatz der elektronischen Netzakte „VitaLev“ unterstützen. Durch den Einsatz der  Netzakte „VitaLev“ ermöglichte das Gesundheitsnetz Leverkusen erstmals eine IT-Vernetzung im ambulanten Bereich.

Q-Pharm AG bietet im Rahmen ihres Kooperationsmodells Ärztenetzen Unterstützung in der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten und Projekten zum Schwerpunktthema Arzneimitteltherapiesicherheit/Polypharmazie; so auch bei den beiden regionalen Vernetzungen in Leverkusen und im Lennetal.

Der Begriff Geriatrisches Assessment bezeichnet die in der Geriatrie durchgeführte Einschätzung des Patienten bezüglich der medizinischen, psychosozialen und funktionellen Möglichkeiten. Im Idealfall ist das Assessment ein mehrdimensionaler interdisziplinär aufgebauter Prozess. – Beim Geriatrischen Assessment wird mittels geeigneter Tests der physische, kognitive, emotionale, ökonomische und soziale Zustand des Patienten eingeschätzt. Ein Assessment sollte bei gebrechlichen Patienten (z. B. mit Inkontinenz, Mangelernährung und Mobilitätsverlusten) und anderweitig extrem Beeinträchtigten (z. B. bei Demenz und Terminalstadien von Krankheiten) durchgeführt werden. – Grundsätzlich sollte bei Patienten über 75 Jahren ein Assessment zumindest in Erwägung gezogen werden. Dieses soll zur besseren Kommunikation zwischen Arzt, Patient und dessen Umfeld beitragen. Um eine Objektivierbarkeit zu gewährleisten, sollten möglichst standardisierte Tests verwendet werden, die reproduzierbar sind. So sind auch Verlaufskontrollen durch ein erneutes Assessment möglich. (Quelle: Doccheck)

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