Ärztenetze

Neue Genossenschaft für SAPV nimmt Arbeit auf

Ambulante Palliativ-Versorgung Nordoberpfalz eG kümmert sich Schwerkranke und deren Angehörige.

© Sneksy – istockphoto.com

Nachdem die Krankenkassen endlich grünes Licht gegeben haben, ist die Finanzierung der Spezialisierten Ambulanten Palliativ-Versorgung (SPAV) in der süddeutschen Region Waldnaab nun gesichert. Sie hat am  1. Oktober 2016 ihre Arbeit aufgenommen, teilte der DGRV (Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V., Berlin) am 12. Oktober mit. Die neue gemeinnützige Genossenschaft „Ambulante Palliativ-Versorgung Nordoberpfalz eG“ wurde bereits Ende Februar 2016 gegründet.

Die SAPV-Genossenschaft wird von den Wohlfahrtsverbänden Diakonie und Malteser sowie der „Kliniken Nordoberpfalz AG“ und dessen Förderverein für Schwerkranke getragen. Das SAPV-Team besteht aus je fünf Palliativ-Ärzten und Palliativ-Pflegekräften. Die SAPV deckt die Landkreise Tirschenreuth und Neustadt/WN, die Stadt Weiden sowie mehrere Orte in den Randbereichen der Landkreise ab.

Genereller Zweck einer SAPV ist es, unheilbar Kranken ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in vertrauter häuslicher Umgebung oder in einer stationären Pflegeeinrichtung zu ermöglichen. Individuelle Bedürfnisse und Wünsche der Patienten und seiner vertrauten Personen stehen dabei im Mittelpunkt. Die SAPV ist ein zusätzliches Angebot für die allgemeine palliativmedizinische Versorgung unheilbar kranker Menschen, ersetzt aber nicht den Hausarzt oder den Pflegedienst. Erstanfragen an die SPAV können durch Patienten, deren Angehörige, durch Hausarzt, Facharzt oder die Klinik erfolgen. Nach Feststellung des Leistungsumfangs stellen Hausarzt, Facharzt oder Klinikarzt eine SAPV-Verordnung aus. Die Krankenkassen bewilligen dann die Übernahme der Kosten.

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