Ärztenetze

Vitales Wachstum: Regionales Gesundheitsnetz Leverkusen eG

Neue und größere Geschäfts- und Tagungsräume sowie eine Reihe interessanter Versorgungs- und Vernetzungsprojekte.

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Das Regionale Gesundheitsnetz Leverkusen eG startet expansiv in das zehnte Jahr seines Bestehens. Neue und größere Geschäfts- und Tagungsräume sowie eine Reihe interessanter Versorgungs- und Vernetzungsprojekte prägen nach der Gründung 2006 das aktuelle Bild dieser Ärztegenossenschaft. Vorstand und Geschäftsführer Dr. Manfred Klemm gegenüber PERSPECTIV : „Nicht nur, dass die Räume viel zu klein wurden, wir zählen nun 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in den neuen Räumlichkeiten auf rund 180 Quadratmeter plus einer sehr großen Außen-Terrasse schon recht wohl fühlen. Für das Frühjahr 2016 sei die Erweiterung um noch einmal 120 Quadratmeter eingeplant.

Begründet liegt das alles, so Manfred Klemm, in unserer Arbeit sowie den neuen Projekten und Verträgen mit Krankenkassen. Im Versorgungsgebiet des Gesundheitsnetzes in und rund um Leverkusen „haben wir nicht nur den Versorgungsauftrag von der KVNO innerhalb der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) für rund 300.000 Versicherte – auch mit der pronova BKK und der AOK Rheinland/Hamburg bestehen umfassende 140b-Verträge.“ Diese könnten als „Populations-orientierte-Verträge“ bezeichnet werden.

„Zudem betreiben und fördern wir aktiv die Vernetzung der ambulanten Versorgung durch unsere Netzakte VitaLev“, sagte Dr. Klemm. Der Schwerpunkt sei – neben der vereinfachten Erfassung von Vitaldaten – hierbei vor allem der gemeinsame Netzmedikamentenplan und die Sicht auf Diagnosen und Risikofaktoren der eingeschriebenen Patienten, also typische AMTS-Elemente.

Barbara Steffens (Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW) zeichnete das Projekt Sektorenübergreifende Arzneimitteltherapiesicherheit (S-AMTS) mit einer Förderurkunde aus. Zusammen mit  Projektpartnerin Prof. Clarissa Kurscheid (Bild: Mitte) vom Institut für Gesundheits- und Versorgungsforschung der praxisHochschule Köln erhielt Dr. Manfred Klemm (li.) die Förderurkunde von Ministerin Steffens (re.).

Zusammen mit Projektpartnerin Prof. Clarissa Kurscheid (Bild: Mitte) vom Institut für Gesundheits- und Versorgungsforschung der Hochschule Köln erhielt Dr. Manfred Klemm (li.) die Förderurkunde von Ministerin Steffens (re.).

Dieser besondere Service des Gesundheitsnetzes im Bereich der sektorenübergreifenden AMTS wurde jüngst mit einem Förderpreis gewürdigt, der auf der diesjährigen „Medica“ (14.-17. November in Düsseldorf) verliehen wurde. Im Gesundheitsministerium NRW wurde nämlich erkannt, dass die Netzakte auch den Anschluss an die Krankenhäuser erhalten soll sowie auch erste Apotheken und stationären Pflegeeinrichtungen mit einbezogen werden. Dieses zweite Förderprojekt des Netzes erstreckt sich über drei Jahre und startet im März 2016. Manfred Klemm: „Was uns besonders stolz macht, dass auch die Netzakte in Heilbronn und viele Aktivitäten in Westfalen-Lippe auf unserer Netzakte beruhen. Wir werden von sehr vielen Netzen im gesamten Bundesgebiet um Rat und Unterstützung zu unserer Netzakte gebeten, die wir zusammen mit der MicroNova AG realisieren.“

Eine weitere hochinteressante Neuigkeit: Das Leverkusener Gesundheitsnetz stellt nun „MoniKa’s“ ein. Das sind Monitoring & KommunikationsassistentInnen, die in ärztlicher Delegation verstärkt in die häusliche Umgebung der Patienten kommen und über die Netzakte mit dem Arzt und den Patienten im unmittelbaren Austausch steht. „Mit MoniKa betreten wir das Feld der präventiven Hausbesuche“, sagte Manfred Klemm. Da sich die medizinische Versorgung weiter von der häuslichen Umgebung entferne, „versuchen wir das häusliche Umfeld näher an den versorgenden Arzt und die Praxis zu bringen“.


Die neue Kontaktadresse:

Regionales Gesundheitsnetz Leverkusen eG
Geschäftsstelle: Bruchhauser Str. 30, 51381 Leverkusen
Tel. +49 2171 36368-0
Fax  +49 2171 36368-19
Weitere Infos zum Tätigkeitsfeld und Projekten:
www.gesundheitsnetz-leverkusen.de

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