Gesundheitspolitik

Entlassmanagement erst ab Oktober 2017

Krankenhäuser sind nun erst ab Oktober verpflichtet, jedem Patienten ein Entlassmanagement für eine lückenlose Anschlussversorgung anzubieten.

© Kzenon – fotolia.com

Die Einführung des Entlassmanagements (vgl. Beitrag: Entlassmanagement – Noch gelten bestehende Regelungen) ist auf den 1. Oktober dieses Jahres verschoben worden. Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband, die KBV und die Deutsche Krankenhausgesellschaft in einer Änderungsvereinbarung zum Rahmenvertrag verständigt. Ursprünglich sollte das Entlassmanagement am 1. Juli starten. Krankenhäuser sind nun erst ab Oktober verpflichtet, jedem Patienten ein Entlassmanagement für eine lückenlose Anschlussversorgung anzubieten. Es werden dann entsprechende Formulare für Verordnungen wie Arznei- und Heilmittel zur Verfügung stehen. Für Verordnungen im Krankenhaus gelten dieselben Regelungen wie in der Arztpraxis.

Ziel des Entlassmanagements ist, dass Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt lückenlos ambulant weiter versorgt werden. Dazu soll das Krankenhaus feststellen, welche ambulanten Leistungen unmittelbar nach der Klinikentlassung erforderlich sind und diese einleiten. Der weiterbehandelnde Haus- oder Facharzt ist darüber rechtzeitig zu informieren.

Neu ist ferner, dass Klinikärzte dann in begrenztem Umfang Verordnungen ausstellen und Arbeitsunfähigkeiten bescheinigen dürfen. So können sie Arzneimittel in der kleinsten Packungsgröße verschreiben, um die Übergangsphase von der stationären in die ambulante Versorgung zu überbrücken. Die Details zum Entlassmanagement wurden nach einer Schiedsamtsentscheidung im Oktober 2016 in einem Rahmenvertrag festgehalten, der jetzt durch eine Änderungsvereinbarung ergänzt wurde.

Hinterlassen Sie einen Kommentar