Medikation

AMTS für Alterspatienten – unterstützt von Q-Pharm

Hilfestellungen bei der Medikationserfassung (Medikationsplan), beim Geriatrischen Basisassessment und Beiträge zur Qualitätszirkelarbeit in Sachen Multimedikation.

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Maßnahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) sind für ältere Patienten unerlässlich. Denn bekanntlich treten bei älteren und zudem multimorbiden Patienten häufiger Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) auf als bei jüngeren, weil nach aktuellen Analysen knapp zehn Prozent der gesetzlich Krankenversicherten in der Dauermedikation fünf oder mehr Arzneimittel gleichzeitig einnehmen müssen. Hinzu kommen oft Präparate, wie Nahrungsergänzungsmittel, die sich Patienten selbst kaufen. Diverse Untersuchungen ergaben: Gibt es zwischen drei Wirkstoffen nur drei potenzielle Interaktionen, sind es bei sechs Wirkstoffen bereits 15. Bei weniger als fünf Wirkstoffen tritt nur in etwa 3,5 Prozent der Behandlungen eine UAW auf. In der Gruppe der Patienten mit sechs und mehr Wirkstoffen jedoch in 25 Prozent der Fälle.

Der Grund für eine unverträglichen Polypharmazie liegt in erster Linie darin, dass es mit dem Alter zu physiologischen Veränderungen kommt, die einen Einfluss auf die Aufnahme, Verteilung und die Arzneimittelwirkung haben (Quelle u.a.: „Geriatrie Teil 1 und 2“ der Leitliniengruppe ÄK Hessen). Das Verhältnis von Körperwasser und -fett verändert sich. Auch nehmen die Nieren- und meist auch die Leberfunktion ab. Mit der Anzahl und Schwere der Erkrankungen werden körperliche Kapazitäten eingeschränkt. Eine weitere Beeinträchtigung durch UAW kann schnell dazu führen, dass die Nutzen-/Schadenbilanz einer Behandlung überdacht werden muss. So sind bisher ältere Probanden nur selten in klinische Studien einbezogen, so dass die Evidenz für Arzneimittelwirkungen im Alter eher schwach ist. Komorbiditäten können eine relative oder absolute Kontraindikation gegen eine beabsichtigte Therapie bedeuten. Auch müssen im Alter oft diagnostisch schlecht fassbare Syndrome (Schmerz, Immobilität, Inkontinenz, Insomnie, intellektueller Abbau) behandelt werden.

Q-Pharm unterstützt aktiv verschiedene AMTS-Maßnahmen für Alterspatienten, die von Arzt- und Praxisnetzen durchgeführt werden. Denn eine wirksame AMTS bezieht sich nicht nur auf die Sicherheit der Arzneimittel selbst, sondern vor allem auf den Prozess der therapeutischen Anwendung. So können Projekte rund um die Alters- bzw. Mehrfachmedikation – von der ärztlichen Verordnungsentscheidung bis zur Einnahme durch den Patienten – von Q-Pharm organisatorisch und informierend begleitet werden. Das sind Hilfestellungen bei der Medikationserfassung (Medikationsplan), beim Geriatrischen Basisassessment und Beiträge zur Qualitätszirkelarbeit in Sachen Multimedikation. Zu den Instrumentarien zählen Fragebogen, die speziell für solche Patienten mit Polypharmazie entwickelt wurden sowie Workshops („AMTS mit geriatrischem Fokus“) für Ärzte und MFA.

Weitere Infos können bei Q-Pharm unter amts@q-pharm.de angefordert werden.