Medikation

Fentanyl–Pflaster bewusst verordnen!

Ansonsten wird die Medikation vielfach weder wirtschaftlich optimiert noch nachhaltig gesichert

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Grundsätzlich gilt die Substitution auch bei der Verordnung von Betäubungsmitteln. Das bedeutet, dass auch Opioide durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel ersetzt werden müssen, wenn – entsprechend SGB V § 129 (1) – die allgemeinen Voraussetzungen für einen Austausch erfüllt sind. Bei BtM-haltigen Pflastern kann die Substitution allerdings nur dann erfolgen, wenn Freisetzungsrate, Applikationsdauer und Beladungsmenge identisch sind. Das ist auch der Grund, weshalb bei der Wirkstoffverordnung von Fentanyl die Angabe der Beladungsmenge notwendig ist.

Die Bestimmungen im Umgang mit Betäubungsmitteln sind somit sehr komplex. Für den Arzt kommt erschwerend hinzu, dass mehr als 25 Anbieter mit ganz unterschiedlichen Produktspezifika zur Verfügung stehen. Vielleicht ist genau diese Komplexität der Grund, weshalb viele Ärzte das erstgesehene Arzneimittel aus der Produktliste wählen – im Vertrauen darauf, in der Apotheke werde schon das richtige abgegeben.

Eine von Q-Pharm durchgeführte Auswertung der Verkaufszahlen am Beispiel der Fentanyl Pflaster zeigt, dass durch die unbewusste Auswahl des Arzneimittels eine wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten nicht sichergestellt ist. Dies ist der eingeschränkten Austauschbarkeit der Arzneimittel untereinander durch die allgemeinen Voraussetzungen für eine Substitution geschuldet.

Ärzten wird somit dringend empfohlen, bewusst zu handeln und die Verordnung mit dem „nec Aut-idem-Kreuz“ abzusichern. Die Broschüre „Wichtige Arzt-Informationen zur Verordnung von Betäubungsmitteln“ können Ärzte hier herunterladen und ausdrucken BtM-Empfehlungen-Dez-2015 oder kostenfrei als Printversion anfordern: amts@q-pharm.de.

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