Medikation

Weitere Zulassungen ruhen – Q-Pharm voll lieferfähig

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Die EU hat in ihrem Bereich rund 700 Zulassungen für Arzneimittel auf Eis gelegt. Der Grund sind gefälschte Untersuchungen zur Bioäquivalenz eines in Indien ansässigen weltweit agierenden Dienstleisters für Arzneimittel-Zulassungen. Vom 21. August an dürfen die Medikamente nicht mehr in Europa verkauft werden. Die EU-Kommission traf die Entscheidung Mitte Juli nach Beratungen mit den EU-Staaten. Belege dafür, dass die Medikamente Menschen schaden oder nicht wirken, gibt es laut EU-Kommission nicht, hieß es u. a. auf dem Portal „facharzt.de“.

Das in Deutschland zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hatte bereits im Dezember 2014 etliche Zulassungen für Generika aufgehoben, die auf Studien von GVK Biosciences beruhten. Seither wurden einzelne Produkte allerdings wieder zugelassen, weil zum Beispiel Daten nachgereicht wurden. Nach jüngstem Stand (Ende Juli 2015) hat das BfArM bisher insgesamt 46 Zulassungen aufgehoben. In 17 Fällen gelte dies aber nicht, weil betroffene Unternehmen Klage einreichten, so „facharzt.de“. Die Liste werde die deutsche Behörde nun nach dem EU-Beschluss aktualisieren. Den nationalen Behörden bleibe ein gewisser Spielraum: Sie können Medikamente entweder als „kritisch wichtig“ einstufen und den Verkauf weiter erlauben. Sie können aber auch neue Daten berücksichtigen. Die aktualisierte Liste soll nach dem 21. August, so das BfArM, auf der Homepage des Instituts veröffentlicht werden.

Q-Pharm, das ärztegenossenschaftliche Generika-Unternehmen, kann bestätigen, dass aus seinem Programm keine Arzneimittel betroffen sind. Die Präparate sind voll verordnungs- und lieferfähig. „Da beweist sich die Richtigkeit unserer Qualitätsorientierung“, so Vertriebsleiter Helmut Nissen.

Die entsprechende Pressemitteilung des BfArM vom 22.07.2015 können Sie hier nachlesen:
www.bfarm.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/mitteil2015/pm12-2015.html

 

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