Praxisalltag

Achtung: Neues in Sachen Arzneimittel-Software

Nun sind vom 1. April an die Arzneimittelstammdaten monatlich zu aktualisieren.

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In der Verordnungssoftware ist vom 1. April 2018 an eine monatliche Aktualisierung der Arzneimittelstammdaten vorgesehen. Zudem soll der Wechsel der Arzneimitteldatenbank bzw. der Verordnungssoftware vereinfacht werden.

Die neuen Vorgaben sind vor allem aufgrund gesetzlicher Änderungen erforderlich. Das Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz) sieht u. a. vor, dass Vertragsärzte für die Verordnung von Arzneimitteln nur solche Programme nutzen dürfen, die Informationen zu Arzneimitteln wie Preise oder Inhalte der Arzneimittel-Richtlinie mit dem jeweils aktuellen Stand enthalten.

Strittig war vor diesem Hintergrund insbesondere die Aktualisierungsfrequenz der Arzneimittelstammdaten. Bislang erfolgt sie mindestens quartalsweise. Der GKV-Spitzenverband hatte jedoch mit Verweis auf das E-Health-Gesetz ein 14-tägiges Update gefordert. Nun sind vom 1. April an die Arzneimittelstammdaten monatlich zu aktualisieren. Eine 14-tägige Aktualisierungsfrequenz wird erst zu einem späteren Zeitpunkt (voraussichtlich Mitte 2020) verpflichtend. Die Softwareanbieter sind dabei, eine standardisierte Schnittstelle einzurichten, damit die Praxen leichter die Arzneimitteldatenbank bzw. ihre Verordnungssoftware wechseln können.

Die KBV wird hierfür bis 30. Juni 2018 die erforderliche Schnittstelle definieren. Die Implementierung in die Praxissoftware muss nach der aktuellen gesetzlichen Grundlage dann bis spätestens zum 30. Juni 2020 erfolgen. Erst danach ist auch die 14-tägige Aktualisierung der Arzneimittelstammdaten vorgesehen.

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