Praxisalltag

AMTS-Kommunikationstraining: „Das Bewusstwerden unserer Sprache ist spannend“

Eine gelungene Kommunikation mit Patienten kann schnell und nachhaltig die Patientensicherheit verbessern.

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„Die Nutzung der Motivationsfaktoren haben mich fasziniert“ oder „das Bewusstwerden unserer Sprache ist spannend“ sind zwei tolle Feedbacks und Erkenntnisse  aus dem Seminar „AMTS gut kommuniziert“. Das Regionale Gesundheitsnetz Leverkusen eG organisierte in Kooperation mit Q-Pharm im Februar diese Weiterbildungsmaßnahme für Ärzte und MFA/Dialogpartnerinnen.

Impressionen_Speed_DatingSeminarleiterin und Referentin war die Kommunikationsexpertin Alexandra Daskalakis (www.remotivation.de). Sie vermittelte abwechslungsreich und humorvoll die Inhalte des Trainings. Dieses umfasste die Grundlagen einer gelungenen Kommunikation, Methoden des „Storytellings“ und das einfache Skizzieren von Sachverhalten – damit der Patient es bildhaft sehen kann. Mit der Frage „Was bewegt den Patienten, wann bewegt sich der Patient?“ wurden zudem Ansätze aus der Motivations-Psychologie deutlich gemacht. Geübt wurde in Kleingruppen auch dem „Speeddating“ – einer recht witzigen Art des Gesprächstrainings.

Nicole Balke, Regionalleitung Netzmanagement der Q-Pharm, fasste den Verlauf dieser ersten AMTS-Kommunikations-Fortbildung zusammen: „Es ging um den kommunikativen Umgang mit Patienten, die therapeutisch von einer Multimedikation abhängig sind; das Seminar drehte sich beispielsweise um die gelebte Antwort auf die Frage, wie das Gespräch patientengerecht und effizient in der Praxis gestaltet werden kann. Von Q-Pharm initiiert wurde der Workshop mit der Zielsetzung, den Teilnehmern alltagstaugliche Kommunikationstechniken an die Hand zu geben, mit denen der Dialog mit multimorbiden, polypharmazeutischen und damit meist älteren Patienten besser und schneller gelingt.“

Die Therapiesicherheit für den Patienten ist im Praxisalltag eine Herausforderung. Multimedikation hat deshalb einen erhöhten Erklärungsbedarf; dieser steht und fällt mit einer gelungenen Kommunikation. Ist beim Patienten wirklich alles so angekommen, wie es sein soll? Hat er die Vorgaben verstanden und kann er sich daran halten? Oft wird von Seiten des Arztes oder anderer Behandler das Verständnis vorausgesetzt. Doch nicht immer kommt das Gesagte beim Patienten an. Das wiederum kostet auf Dauer Zeit, Budget, Nerven und es geht zu Lasten der Sicherheit.

Oft herrscht die Meinung vor, dass ein empathisches Gespräch zu viel Zeit kostet. Doch mit den genannten Kommunikationsmitteln kann schnell und nachhaltig die Compliance erhöht und damit die Patientensicherheit verbessert werden!

Im Medizinstudium gibt es inzwischen einige entsprechende Fortbildungsmöglichkeiten (vgl. hierzu: http://www.perspectiv.de/praxisalltag/zur-aerztlichen-kunst-zaehlt-empathisch-auf-den-patienten-zuzugehen/), doch bei weitem nicht alle praktizierenden Ärzte und Praxisangestellte sind bisher auf das besondere Gespräch mit den Patienten theoretisch und praktisch gut vorbereitet.

Die Q-Pharm AG unterstützt auf Wunsch und bei Bedarf im Rahmen ihres Kooperationsmodells gerne Ärztenetze in der Projektentwicklung oder bei der Umsetzung von Konzepten zum Schwerpunktthema AMTS/Polypharmazie.      

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