Praxisalltag

Neu: Abrechnungsfähige Leistungen bei rheumatologischen Erkrankungen

Der aktuelle Beschluss betrifft die jeweiligen Appendizes zur Leistungskonkretisierung für Erwachsene bzw. Kinder und Jugendliche mit rheumatologischen Erkrankungen.

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Mitte Dezember 2017 die abrechnungsfähigen Leistungen für Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen im Rahmen der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) beschlossen. Damit wurde der Beschluss vom 15. Dezember 2016 vervollständigt, in dem der allgemeine Behandlungsumfang, die Anforderungen an Personal, Ausstattung und Qualitätssicherung festgelegt sind.

Der aktuelle Beschluss betrifft die jeweiligen Appendizes zur Leistungskonkretisierung für Erwachsene bzw. Kinder und Jugendliche mit rheumatologischen Erkrankungen. Außerdem wurden weitere Anpassungen des Beschlusses vom 15. Dezember 2016 vorgenommen, die der G-BA im Nachgang für erforderlich gehalten hatte. Mit dem jüngsten Beschluss wurden Lösungen für Speziallabor-Leistungen und die Frage der Einbeziehung von Orthopäden mit rheumatologischer Zusatzweiterbildung gefunden.

Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied und Vorsitzende des Unterausschusses ASV: „Damit ist der Weg für die Bildung von ASV-Teams für rheumatologische Erkrankungen, worauf die Rheuma-Patientinnen und –Patienten sowie die Rheumatologen in Klinik und Praxis so lange gewartet haben, endlich geebnet.“ Es wäre, so Klakow-Franck wörtlich, „befremdlich gewesen, wenn die internistischen Rheumatologen anders als im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung ihr Speziallabor wie zum Beispiel den Rheumafaktor HLA-B27 nicht selber hätten erbringen und abrechnen dürfen. Ebenso wenig wäre es sachgerecht gewesen, das Zustandekommen von Rheuma-ASV-Teams daran scheitern zu lassen, dass die Zahl der Orthopäden mit rheumatologischer Zusatzweiterbildung stark rückläufig ist.“

Nach der Prüfung des Beschlusses durch das BMG und der Bekanntmachung im Bundesanzeiger können ASV-Teams für rheumatologische Erkrankungen ihre Tätigkeit beim erweiterten Landesausschuss (eLA) anzeigen. Nähere Informationen zum Vorgehen finden interessierte Ärzte im Internet: https://www.asv-servicestelle.de/

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